Frage:
Wie ist das Urteil über jemanden, der die Strafe im Grab leugnet mit der Begründung, dass die Überlieferungen über die Strafe im Grab Aḥād-Ḥadithe seien und dass Aḥād-Ḥadithe grundsätzlich nicht als Beweis genommen werden? Dabei schauen sie nicht darauf, ob der Hadith ṣaḥīḥ, ḥasan oder schwach ist, sondern nur darauf, ob er ein Aḥād-Ḥadith ist oder über verschiedene Wege überliefert wurde. Wenn sie also sehen, dass es sich um einen Aḥād-Ḥadith handelt, nehmen sie ihn nicht an. Was ist die Antwort auf sie?
Antwort:
Alles Lob gebührt Allah allein. Möge Allah Seinen Segen und Frieden auf Seinen Gesandten, seine Familie und seine Gefährten herabsenden. Was nun folgt:
Wenn ein Aḥād-Ḥadith vom Gesandten Allahs ﷺ authentisch überliefert ist, dann ist er ein Beweis für das, worauf er hinweist, sowohl im Glauben als auch im Handeln. Darin besteht Einigkeit bei Ahl as-Sunnah.
Wer die Beweiskraft von Aḥād-Ḥadithen leugnet, nachdem ihm der Beweis klar dargelegt wurde, ist ein Kafir.
Zu diesem Thema kannst du das Buch „aṣ-Ṣawāʿiq“ von Ibn al-Qayyim lesen oder seine gekürzte Fassung von al-Mawṣilī.
Und Allah gewährt den Erfolg. Möge Allah unseren Propheten Muḥammad, seine Familie und seine Gefährten segnen und ihnen Frieden schenken.
Die Ständige Kommission für wissenschaftliche Forschung und Fatwa