Der Hadith
عَنْ أُمِّ ثَابِتٍ كَبْشَةَ بِنْتِ ثَابِتٍ أُخْتِ حَسَّانَ بْنِ ثَابِتٍ -رَضِيَ اللهُ عَنْهُمَا-، قَالَتْ: دَخَلَ عَلَيَّ رَسُولُ اللهِ -صَلَّى اللهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ- فَشَرِبَ مِنْ فِي قِرْبَةٍ مُعَلَّقَةٍ قَائِمًا، فَقُمْتُ إِلَى فِيهَا فَقَطَعْتُهُ.
Von Umm Thābit Kabscha bint Thābit, der Schwester von Ḥassān ibn Thābit (raḍiya Llāhu ʿanhumā), die sagte: Der Gesandte Allahs ﷺ kam zu mir herein und trank im Stehen aus der Öffnung eines aufgehängten Wasserschlauchs. Da stand ich auf (und ging) zu seiner Öffnung und schnitt sie ab.
Grad des Hadith: Ṣaḥīḥ (authentisch).
Die allgemeine Bedeutung
Kabscha bint Thābit (raḍiya Llāhu ʿanhā) sagte: Der Gesandte Allahs ﷺ kam zu mir herein und trank im Stehen aus der Öffnung eines aufgehängten Wasserschlauchs. Er ﷺ tat dies, weil es damals nicht möglich war, anders zu trinken. Sie sagte: Da stand ich auf (und ging) zu seiner Öffnung und schnitt sie ab – um die Stelle, an der der Mund des Gesandten Allahs ﷺ gewesen war, zu bewahren, Segen daraus zu suchen und sie vor Herabwürdigung zu schützen.
Angaben zum Hadith
Überlieferer des Hadith: Kabscha bint Thābit (raḍiya Llāhu ʿanhā)
Tachrīdsch (Quellennachweis): Überliefert von at-Tirmidhī, Ibn Mādscha und Aḥmad.
Quelle des Hadith-Wortlauts: Riyāḍ aṣ-Ṣāliḥīn.
Worterklärungen
- فِي الْقِرْبَةِ (fi l-qirba): mit „sukūn“ auf dem yāʾ: die Öffnung des Wasserschlauchs.
- قِرْبَةٌ (qirba): ein Gefäß aus Leder, in das Wasser gefüllt wird.
Nutzen des Hadith
- Das Trinken aus der Öffnung des Wasserschlauchs oder des Schlauchs (siqāʾ) ist erlaubt, aber verpönt (makrūh). Der Grund für die Verpöntheit ist, dass andere Hadithe vorliegen, die es verbieten; und durch diesen Hadith und das, was ihm sinngemäß entspricht, wissen wir, dass das Verbot der Verpöntheit und nicht dem Verbot im strengen Sinne (taḥrīm) dient.
- Der Eifer der Prophetengefährten, die Hinterlassenschaften des Gesandten Allahs ﷺ zu bewahren, um aus ihnen Segen zu suchen. Dies gehört zu seinen ﷺ besonderen Eigenschaften; denn sie suchten keinen Segen aus den Hinterlassenschaften von Abū Bakr und ʿUmar (raḍiya Llāhu ʿanhumā), obwohl diese die Herren der Nahenstenden e und der Rechtschaffenen sind.
Quellen und Referenzen
- Riyāḍ aṣ-Ṣāliḥīn, von an-Nawawī, Verlag: Dār Ibn Kathīr li-ṭ-Ṭibāʿa wa-n-Naschr wa-t-Tauzīʿ, Damaskus – Beirut, Taḥqīq: Māhir Yāsīn al-Faḥl, 1. Auflage, 1428 n. H. – 2007 n. Chr.
- Dalīl al-Fāliḥīn li-Ṭuruq Riyāḍ aṣ-Ṣāliḥīn, von Ibn ʿAllān, Verlag: Dār al-Kitāb al-ʿArabī.
- Nuzhat al-Muttaqīn Scharḥ Riyāḍ aṣ-Ṣāliḥīn, Verlag: Muʾassasat ar-Risāla, 14. Auflage, 1407 n. H. – 1987 n. Chr.
- Bahdschat an-Nāẓirīn Scharḥ Riyāḍ aṣ-Ṣāliḥīn, von al-Hilālī, Verlag: Dār Ibn al-Dschauzī.
- Sunan at-Tirmidhī, Verlag: Scharikat Maktabat wa-Maṭbaʿat Muṣṭafā al-Bābī al-Ḥalabī – Ägypten, 2. Auflage, 1395 n. H. – 1975 n. Chr.
- Sunan Ibn Mādscha, Taḥqīq: Muḥammad Fuʾād ʿAbd al-Bāqī, Verlag: Dār Iḥyāʾ al-Kutub al-ʿArabiyya – Faiṣal ʿĪsā al-Bābī al-Ḥalabī.
- Musnad al-Imām Aḥmad ibn Ḥanbal, Taḥqīq: Schuʿaib al-Arnaʾūṭ – ʿĀdil Murschid u. a., Verlag: Muʾassasat ar-Risāla, 1. Auflage, 1421 n. H. – 2001 n. Chr.
- Mischkāt al-Maṣābīḥ, von al-Albānī, Verlag: al-Maktab al-Islāmī – Beirut, 3. Auflage, 1985 n. Chr.
- Silsilat al-Aḥādīth aḍ-Ḍaʿīfa wa-l-Mauḍūʿa wa-Atharuhā as-Sayyiʾ fi l-Umma, von al-Albānī, Verlag: Dār al-Maʿārif, Riad – Königreich Saudi-Arabien, 1. Auflage, 1412 n. H. / 1992 n. Chr.